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HINRICH VAN HÜLSEN, Galerie an der Bocksmauer | 26. Februar - 4. März 1993
Marianne Schirge
Die Künstlerförderung und...


 

Die Künstlerförderung und somit die Förderung Bildender Künstlerinnen in der Region gehören zu den wichtigsten Aufgaben des Kulturamtes. Ziel muß es dabei sein, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, daß künstlerisches Arbeiten in einer Stadt möglich ist.
Unterstützung von Produktionsstätten, z.B. von Ateliers, Bereitstellung von Präsentationsräumen, Ankauf von Werken sowie Auftragsarbeiten, z.B. über Wettbewerbe, sind wichtige Eckpunkte eines solchen Förderungskonzeptes. Dazu gehören aber auch Austauschprojekte, so wie sie die Stadt Osnabrück in den letzten Jahren verfolgt hat: u.a. beteiligte sie sich an dem Transfer-Projekt des Sekretariats für gemeinsame Kulturarbeit in Wuppertal, sie war Mitinitiatorin der Ausstellungsreihe im Städtedreieck und wirkte ferner wesentlich an der Konzeptionierung eines Kulturpreises des Landschaftsverbandes Osnabrück e.V. mit.
Zur Förderung Bildender Künstlerinnen der Region durch das Kulturamt sollte künftig auch die Herausgabe von Ausstellungsbroschüren, Katalogen etc. gehören. Das im Vorfeld der Erstellung derartiger Publikationen notwendige Gespräch zwischen KunstwissenschaftlerInnen und Künstlerinnen wird somit zu einem weiteren Forum, das zur Auseinandersetzung der Künstlerinnen mit sich selber, mit ihren Arbeiten, anregt, Möglichkeiten deutlich macht und andere Perspektiven sichtbar werden läßt.
Darüber hinaus ist eine solche Publikation eine ideale Form, das Werk der Künstlerinnen über den Ausstellungsort hinaus einem breiten Kreis Interessierter zu vermitteln. Diese Broschüre, die anläßlich der Ausstellung mit Werken des Osnabrücker Malers und Grafikers Hinrich van Hülsen in der Galerie an der Bocksmauer herausgegeben wurde, ist ein erster Schritt.
Marianne Schirge,
Leiterin des Kulturamtes der Stadt Osnabrück, Februar 1993

 

 

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