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Osnabrück, 08.07.2006 

Ein Garten Eden der Kunst
(thb)   



Ein Gartengrundstück, ein Verein und ein Konzept - diese drei Komponenten bilden das Grundgerüst für TOP.OS. Der unter diesem Namen firmierende "Ort für Außenskulptur" ist in diesem Jahr einer der externen Ausstellungsorte der arte regionale IV. Hier realisiert der in Berlin lebende Künstler Peter Möller eine aufwändige, ausschließlich durch Sponsorengelder finanzierte Freiluftinstallation. "Edenfragmente" heißt das Werk, das künstliche Materialien mit den natürlichen vor Ort verbindet.

"Alles begann vor einem Jahr mit der Möglichkeit, das 1300 Quadratmeter große Grundstück in unmittelbarer Nähe des Moskaubades zu pachten", erinnert sich die Osnabrücker Künstlerin Eva Preckwinkel. "Hier wollten wir einen Ort schaffen, an dem auswärtige sowie hiesige Künstler Arbeiten verwirklichen können." So wurde der TOP.OS - Verein für neue Kunst gegründet.

Anlässlich der arte regionale startet Kuratorin Eva Preckwinkel nun die Umwandlung des Naturgrundstücks in einen Kunstort. Zurzeit werden Betonfundamente gegossen, die ein zehn Meter langes Stahlgerüst tragen. An diesem Gerüst wird Peter Möller mit Spiegeln, Camouflagemustern und Fotoelementen versehene Trägerplatten befestigen. Die biblische Idee des Gartens Eden wird durch Einpflanzung von Fremdkörpern hinterfragt: Spiegel als Metapher für Zivilisation, Tarnmuster als Symbol für Militärisches und Werbefotos von Models als erotisches Moment der Verführung Adams durch Eva reflektieren die Einflüsse der Menschen.

"Ich spiele mit diversen Mythen der Menschheit. Außerdem gefiel mir die Idee, dass die Skulptur nicht nur auf die Betrachter Signale aussendet", erklärt Möller, der damit auf die Strahlen der Sonne anspielt, die durch die Spiegel reflektiert werden. Stühle sollen unterschiedliche Perspektiven zulassen: Besucher, die die "Edenfragmente" begehen, werden für Sitzende zu Akteuren eines besonderen Kunstfilms, die Sitzenden werden zu fixen Elementen der Skulptur.
 


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